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Entscheidung

Da die Namensänderung das Sorgerecht berührt, hat das Familiengericht entsprechend § 50a, § 52 FGG Aufklärung und Beratung zu betreiben. Über eine Ersetzung der Zustimmung kann daher regelmäßig nur dann entschieden werden, wenn die Beteiligten persönlich angehört worden sind und sich das Gericht einen persönlichen Eindruck verschafft hat. Aufgrund der Formulierung in § 1618 S. 4 BGB muss die Erteilung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich sein. Daraus, dass der Gesetzgeber die frühere Formulierung, dass die Einbenennung dem Kindeswohl dienen müsse, während des Gesetzgebungsverfahrens geändert hat, ergibt sich, dass eine Verschärfung der Anforderungen für die Ersetzung der Zustimmung beabsichtigt war. Auch die Bindungen des Kindes zu dem anderen Elternteil sollen unterstrichen werden. Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die gesellschaftliche Entwicklung der heutigen Zeit bei Wiederverheiratung eines Elternteils immer häufiger dazu führen wird, dass im Familienverband lebende Angehörige unterschiedliche Namen tragen.

OLG Düsseldorf (3 UF 117/99)

Datum: 23.08.1999

Fundstelle: FamRZ 2000, 691

Auszug:
FamRZ 2000, 691 [...]