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Entscheidung

Das Erfordernis eines unmittelbaren Zusammenhangs zwischen dem Grunddelikt und der qualifizierenden Folge ist bei der Geiselnahme mit Todesfolge (§ 239b Abs. 2 StGB) kein Kriterium für die Begrenzung der Täterhaftung. Dies gilt jedenfalls insoweit, als dieses Merkmal solche Fälle aus dem Anwendungsbereich des Qualifikationstatbestands ausgrenzen soll, in denen der Tod des Opfers nur mittelbar durch die im Grunddelikt beschriebene Handlung, unmittelbar jedoch erst durch das Eingreifen Dritter oder das eigene Verhalten des Opfers herbeigeführt worden ist.

BGH (2 StR 378/85)

Datum: 18.03.1985

Fundstelle: BGHSt 33, 322; DRsp III(310)19Nr. 5

Auszug:
BGHSt 33, 322 DRsp III(310)19Nr. 5 [...]