Das Lesezeichen wurde erfolgreich angelegt

Dokumente, für die Sie Lesezeichen angelegt haben, können Sie über die Lesezeichen-Verwaltung unter Mein Rechtsportal im rechten oberen Seitenbereich schnell wieder aufrufen.

Fenster schließen

 
Entscheidung

1. Eine einheitliche Verhandlung der Sache gegen einen Heranwachsenden und mehrere Erwachsene gemäß §§ 112 S. 1, 103 Abs. 1, Abs. 2 S. 1 JGG vor dem Jugendgericht kann bei mehreren angeklagten Tatkomplexen zur Erforschung der Wahrheit auch dann geboten sein, wenn sich der Vorwurf gegen den Heranwachsenden nur auf eine Tat bezieht.2. Die Jugendkammer ist gemäß § 41 Abs. 1 Nr. 3 JGG i.V.m. § 24 Abs. 1 Nr. 2 GVG als erkennendes Gericht in erster Instanz zuständig, wenn Gegenstand der Anklage Delikte sind, die im Regelfall mit einer Mindeststrafdrohung von fünf Jahren Freiheitsstrafe bewehrt sind und für die Annahme von minder schweren Fällen jedenfalls zum Zeitpunkt der Eröffnung des Hauptverfahrens keine hinreichenden Anhaltspunkte bestehen.

OLG Köln (2 Ws 166/00)

Datum: 11.04.2000

Fundstelle: NStZ-RR 2000, 313; StV 2001, 171

Auszug:
I. Unter dem 5. Januar 2000 hat die Staatsanwaltschaft Bonn gegen den zur Tatzeit heranwachsenden Angeklagten zu 1) und die erwachsenen Angeklagten zu 2) bis 4) die öffentliche Klage zur 2. großen Strafkammer - [...]