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Entscheidung

1. Heimtücke setzt (subjektiv) voraus, daß dem Täter bewußt ist, einen durch seine Ahnungslosigkeit gegenüber dem Angriff schutzlosen Menschen zu überraschen.2. Spontaneität des Tatentschlusses und psychischer Zustand des Täters können Beweisanzeichen dafür ergeben, daß ihm das für die Heimtücke notwendige Ausnutzungsbewußtsein gefehlt hat.3. Vorbereitungshandlungen des Täters stehen der Annahme eines Affektes bei der Tatausführung nicht zwingend entgegen.

BGH (3 StR 189/97)

Datum: 13.08.1997

Fundstelle: BGHR StGB § 211 Abs. 2 - Heimtücke 26; NStZ 1998, 344 (Altvater)

Auszug:
Das Landgericht hatte die Angeklagte mit Urteil vom 30. März 1995 wegen heimtückisch begangenen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, weil die Angeklagte im Juni 1994 ihren Ehemann, der sich wenige Wochen [...]