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Entscheidung

1. Gehen Versicherungsnehmer und Versicherungsagent bei der Änderung eines Unfallversicherungsvertrags davon aus, daß damit die Teilnahme bei Moto-Cross-Rennen mit einer durch die Streckenführung auf 50 km/h begrenzten Durchschnittsgeschwindigkeit entsprechend dem Wunsch des Versicherungsnehmers vom Versicherungsschutz umfaßt ist, so kann sich dieser auf die durch schlüssiges Verhalten des Agenten erteilte Auskunft verlassen mit der Folge, daß der Versicherungsvertrag mit entsprechendem Inhalt zustande kommt. 2. Die Leistungspflicht des Versicherers entfällt nicht wegen erheblichen Mitverschuldens des Versicherungsnehmers, weil § 2 I Nr. 5 AUB 88 den Versicherungsschutz für Unfälle bei solchen Moto-Cross-Rennen nicht zweifelsfrei ausschließt.

OLG Düsseldorf (4 U 144/95)

Datum: 22.10.1996

Fundstelle: OLGReport-Düsseldorf 1997, 334; VersR 1998, 224

Auszug:
s.a. OLG Schleswig VersR 1985, 756; LG Hildesheim VersR 1986, 783 . OLGReport-Düsseldorf 1997, 334 VersR 1998, 224 [...]