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Entscheidung

Tritt der Täter von hinten an das arglos im Sessel sitzende Opfer heran und versetzt ihm mit mindestens zwei Mineralwasserflaschen vier heftige Schläge auf den Kopf, so daß die Flaschen zersplittern, so sind Art und Schwere der Körperverletzung für sich allein nicht geeignet, einen Tötungsvorsatz zu beweisen. Sie können dem Opfer auch zugefügt worden sein, um es zu mißhandeln oder ihm einen Denkzettel zu erteilen. Zur Feststellung eines Tötungsvorsatzes bedarf es weiterer aussagekräftiger Indizien.

BGH (3 StR 331/93)

Datum: 18.08.1993

Fundstelle: BGHR StGB § 212 - Beweiswürdigung 1; StV 1993, 641

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Die Revision des Angeklagten dringt mit der Sachrüge durch, weil die Feststellungen die Annahme eines [...]