Das Lesezeichen wurde erfolgreich angelegt

Dokumente, für die Sie Lesezeichen angelegt haben, können Sie über die Lesezeichen-Verwaltung unter Mein Rechtsportal im rechten oberen Seitenbereich schnell wieder aufrufen.

Fenster schließen

 
Entscheidung

Hat die Strafkammer festgestellt, daß sich der zur Tatzeit erst 21-jährige, nicht altersgemäß gereifte Angeklagte aus einer Gruppensituation heraus zur Tatbeteiligung entschlossen hat, weil er nicht als Schwächling darstehen wollte, ist er abgesehen von einer sieben Jahre zurückliegenden jugendrichterlichen Maßregelung und einer Ermahnung nach § 45 JGG nicht vorbelastet und hat er die Tat von sich aus offenbart, weil ihn sein Gewissen bedrückte, so sprechen diese Umstände gegen die straferhöhend angestellte Erwartung der Strafkammer, daß zur Einwirkung auf den Angeklagten die teilweise Vollstreckung einer empfindlichen Freiheitsstrafe unumgänglich sei.

BGH (3 StR 281/93)

Datum: 14.07.1993

Fundstelle: BGHR StGB § 46 Abs. 2 - Wertungsfehler 25; StV 1993, 520

Auszug:
Das Landgericht hat die Angeklagten R. und W. wegen schwerer räuberischer Erpressung zu Freiheitsstrafen von jeweils zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Die Rechtsmittel der Angeklagten haben mit der Sachrüge zum [...]