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Entscheidung

Es fehlt an einer nach § 21 JGG gebotenen Gesamtwürdigung der in der Tat und in der Täterpersönlichkeit liegenden Umstände, wenn die Jugendkammer die Versagung einer Strafaussetzung zur Bewährung ausschließlich auf das Verhalten des Angeklagten nach der Tat und insbesondere darauf stützt, daß er kaum Reue und mangelndes Unrechtsbewußtsein gezeigt habe. Denn dem die Tat bestreitenden Angeklagten dürfen fehlende Reue und Schuldeinsicht nicht zum Vorwurf gemacht werden, weil er anderenfalls seine Verteidigungsposition gefährden würde.

BGH (4 StR 244/93)

Datum: 11.06.1993

Fundstelle: BGHR StGB § 56 Abs. 2 - Gesamtwürdigung 5; StV 1993, 533

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten R. wegen Vergewaltigung in Tateinheit mit sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren, den Angeklagten Rö. wegen Vergewaltigung zu einer Jugendstrafe von einem Jahr [...]