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Entscheidung

Die Frage nach der Eignung bestimmter Untersuchungsmethoden ist nach der Lebenserfahrung und dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu beantworten.a. Eine wesentliche Aufgabe des gem. §§ 220,245 Abs. 2 StPO zugezogenen Sachverständigen liegt in der Überprüfung der Untersuchungsmethoden.b. Der gestellte Sachverständige muß sein Gutachten aufgrund seines vom Angeklgaten oder der Verteidigung (Aktenkenntnis!) vermittelten Wissens und den Erörterungen in der Hauptverhandlung erstellen; abderenfalls handelt es sich nicht um ein dem § 245 Abs. 2 StPO unterfallendes Beweismittel.c. Will der Sachverständige noch weitere Untersuchungen anstellen, besteht grundsätzlich kein Recht auf Beweiserhebung durch Vernehmung dieses Sachverständigen; das Gericht ist grundsätzlich nicht gehalten, eine weitere Vorbereitung zur Erstellung des Gutachtens zu ermöglichen oder zu fördern.d. Nur wenn ohne Verzögerung der Hauptverhandlung eine solche Untersuchung möglich ist, muß das Tatgericht auch aus Gründen der Waffengleichheit dies gestatten.

BGH (2 StR 503/1992)

Datum: 04.03.1993

Fundstelle: StV 1993, 340

Auszug:
StV 1993, 340 [...]