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Entscheidung

§ 256 StPO läßt die Verpflichtung unberührt, alles zur Erforschung der Wahrheit Erforderliche zu tun. Diese Verpflichtung kann gebieten, trotz Vorliegens der Voraussetzungen von § 256 StPO den Sachverständigen persönlich zu hören (BGHSt 1, 94, 96). Das kommt insbesondere dann in Betracht, wenn der Sachverständige in seinem schriftlichen Gutachten Bekundungen des Beschuldigten festgehalten hat, die ihm dieser bei Aufnahme der Anamnese gemacht hat, wenn der Beschuldigte aber der Auffassung ist, diese Bekundungen seien in der aufgezeichneten Form für einen anderen (insbesondere einen anderen Sachverständigen) mißverständlich und bedürften daher der Klärung durch persönliche Anhörung.

BGH (1 StR 829/92)

Datum: 16.03.1993

Fundstelle: NStZ 1993, 397; StV 1993, 459

Auszug:
NStZ 1993, 397 StV 1993, 459 [...]