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»Schätzung des Schuldumfangs bei Serienstraftaten.«

BGH (5 StR 305/94) | Datum: 06.12.1994
Entscheidung

1. Wer eine Sache ankauft, dabei für möglich hält, daß der Verkäufer sie gestohlen oder durch eine Vermögensstraftat erlangt hat und dies billigend in Kauf nimmt, macht sich, wenn die Sache nicht nachweisbar aus einer Vermögensstraftat herrührt, wegen eines Versuchs der Hehlerei (§ 259 Abs. 3 StGB), gegebenenfalls wegen versuchter gewerbsmäßiger Hehlerei (§ 260 Abs. 2 StGB) strafbar (BGH NStZ 1983, 264; 1992, 84).2. Der erforderliche Gesamterfolg in der Vorstellung des Täters einer fortgesetzten Handlung kann zwar auch bei gewerbsmäßiger Hehlerei im Rahmen eines bestehenden und eingespielten Liefer- und Bezugssystems erfüllt sein. Ein solches anzunehmen, liegt indes allein bei wiederholten Ankäufen von Diebesgut und sonstiger anrüchiger Ware von derselben Person oder demselben Personenkreis nicht unbedingt nahe.

BGH (5 StR 151/93)

Datum: 08.06.1993

Fundstelle: StV 1993, 472 (Ls); wistra 1993, 264

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten vom Anklagevorwurf, sich in 17 Fällen der gewerbsmäßigen Hehlerei schuldig gemacht zu haben, aus tatsächlichen Gründen freigesprochen. Die vom Generalbundesanwalt vertretene Revision [...]