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Entscheidung

1. Verneint das Tatgericht das Mordmerkmal Grausamkeit aus subjektiven Gründen, so wird es hierdurch nicht gehindert, die vorhersehbaren Folgen der Tat für die Opfer zu Lasten des Angeklagten zu werten.2. Auch die Erwägung, daß der Angeklagte seine besondere Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhältnisse am Tatort eingesetzt habe, um in einer Art und Weise den Angriff gegen die beiden ahnungslosen Opfer führen zu können, daß sie keinerlei Chance einer Gegenwehr hatten, ist frei von Rechtsfehlern. Sie steht nicht in Widerspruch zu den Feststellungen, mit denen das Mordmerkmal der Heimtücke ebenfalls aus subjektiven Gründen verneint wurde. Dem steht jedoch nicht entgegen, daß sich der Angeklagte den objektiven Umstand seines Vertrautseins mit den räumlichen Verhältnissen am Tatort dafür zunutze machte, die Tatopfer so anzugreifen, daß ihnen Gegenwehr nicht möglich war.

BGH (2 StR 623/92)

Datum: 17.03.1993

Fundstelle: NStZ 1993, 385

Auszug:
NStZ 1993, 385 [...]