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Entscheidung

1. Soll die gereinigte Betäubungsmittelzubereitung nach dem Zusammenhang der Feststellungen gewinnbringend veräußert werden, stellt sich der Reinigungs-/Herstellungsvorgang als Vorstufe zum Handeltreiben dar, der hinter dem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zurücktritt.2. Die strafschärfende Berücksichtigung der versuchten Herstellung von Betäubungsmitteln begegnet im Hinblick auf § 46 Abs. 3 StGB auch deshalb durchgreifenden rechtlichen Bedenken, weil gerade die Beteiligung des Beschwerdeführers an der - versuchten - Drogenherstellung die Strafbarkeit wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln begründet.1. Soll die gereinigte Betäubungsmittelzubereitung nach dem Zusammenhang der Feststellungen gewinnbringend veräußert werden, stellt sich der Reinigungs-/Herstellungsvorgang als Vorstufe zum Handeltreiben dar, der hinter dem Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zurücktritt.2. Die strafschärfende Berücksichtigung der versuchten Herstellung von Betäubungsmitteln begegnet im Hinblick auf § 46 Abs. 3 StGB auch deshalb durchgreifenden rechtlichen Bedenken, weil gerade die Beteiligung des Beschwerdeführers an der - versuchten - Drogenherstellung die Strafbarkeit wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln begründet.

BGH (2 StR 103/93)

Datum: 24.03.1993

Fundstelle: NStZ 1993, 391; StV 1994, 22 (Ls)