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Entscheidung

1. Namentlich bei zuvor noch nie inhaftierten Angeklagten, die durch Freiheitsentzug als Konsequenz einer Straftat besonders beeindruckt werden können, ist auch die strafmildernde Berücksichtigung erlittener Untersuchungshaft ungeachtet deren in § 51 StGB vorgeschriebener Anrechnung auf die erkannte Strafe nicht rechtsfehlerhaft.2. Werden die Akten erst über ein Jahr nach Erlaß des angefochtenen Urteils der Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof vorgelegt, obwohl allein die Staatsanwaltschaft Revision eingelegt und diese auch noch auf den Strafausspruch beschränkt hat, würde daraus ein vom neuen Tatrichter zu beachtender Strafmilderungsgrund folgen, wenn das Urteil aufgehoben und die Sache zurückverwiesen werden würde.

BGH (5 StR 685/93)

Datum: 21.12.1993

Auszug:
Das Landgericht hat die Angeklagten wegen gemeinschaftlichen fortgesetzten Betruges jeweils zu einer zur Bewährung ausgesetzten Freiheitsstrafe verurteilt, in Höhe von zwei Jahren bei dem Angeklagten W., in Höhe von [...]