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Entscheidung

1. Hat ein Beschuldigter die Tat, die zur Unterbringung nach § 63 StGB geführt hat, unter Alkoholeinfluß begangen, so müssen die Urteilsgründe erkennen lassen, ob die Schuldfähigkeit auch ohne Rücksicht auf den Alkoholgenuß mindestens erheblich vermindert war oder ob dies erst aufgrund des Zusammentreffens mit dem Alkoholgenuß der Fall war; denn im letzteren Fall kommt die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nur ausnahmsweise in Betracht, dann nämlich, wenn der Täter an krankhafter Alkoholsucht leidet oder in krankhafter Weise alkoholüberempfindlich ist.2. Nach Meinung des Senats ist die Feststellung, die Schuld wiege besonders schwer, in die Urteilsformel aufzunehmen, weil nur so die vom Bundesverfassungsgericht festgelegte Revisibilität gewährleistet und auch praktisch handhabbar ist.

BGH (1 StR 785/92)

Datum: 05.01.1993

Fundstelle: StV 1993, 244

Auszug:
StV 1993, 244 [...]