Das Lesezeichen wurde erfolgreich angelegt

Dokumente, für die Sie Lesezeichen angelegt haben, können Sie über die Lesezeichen-Verwaltung unter Mein Rechtsportal im rechten oberen Seitenbereich schnell wieder aufrufen.

Fenster schließen

 
Entscheidung

c. Maßstab für die Prüfung der Glaubhaftigkeit einer Zeugenaussage (keine Entscheidungsgrundlage bei »vernünftigen Zweifeln«).d. Anforderungen für den Fall, daß die Verurteilung auf Angaben eines Mitangeklagten gestützt werden soll, der im Ermittlungsverfahren den Angeklagten teilweise falsch belastet hat.Das LG hat den Angekl. u. a. wegen Diebstahls verurteilt und sich dabei auf die Angaben des Mitangekl. P. gestützt. Dieser hatte Ä wie er in der Hauptverhandlung einräumte Ä in mehreren weiteren Fällen, in denen er die Taten allein begangen hatte, den Angekl. im Ermittlungsverfahren zu Unrecht belastet. Die Strafkammer hat die Angaben, die der Mitangeklagte P. in der Hauptverhandlung gemacht hat, dennoch für glaubhaft gehalten. Die insoweit vorgenommene Beweiswürdigung entspricht nach Ansicht des Senats nicht den an die tatrichterliche Überzeugungsbildung in einem solchen Fall zu stellenden Anforderungen.

BGH (2 StR 324/90)

Datum: 27.07.1990

Fundstelle: DRsp IV(456)149c-d; NStZ 1990, 603; StV 1990, 534

Auszug:
DRsp IV(456)149c-d NStZ 1990, 603 StV 1990, 534 [...]