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Entscheidung

a. Nach ständiger Rechtsprechung muß bei Hirngeschädigten zur Beurteilung der Schuldfähigkeit ein Sachverständiger zugezogen werden.b. Schwere Hirnverletzungen können nach medizinischen Erkenntnissen nicht nur zu einer Beeinträchtigung des Hemmungsvermögens, sondern auch der Einsichtsfähigkeit führen.c. Ist die Einsichtsfähigkeit betroffen, kann das unter Umständen auch den Vorsatz betreffen (hier: Betrugsvorsatz, insbesondere das Bewußtsein rechtswidriger Vermögensschädigung)

BGH (1 StR 643/89)

Datum: 02.01.1990

Fundstelle: NStE Nr. 100 zu § 244 StPO; NStZ 1991, 120

Auszug:
Die Revision beanstandet mit Recht, daß die Strafkammer zu den möglichen Auswirkungen der Kopfverletzung, die der Angeklagte bei dem Autounfall am 28. Oktober 1983 erlitt, nicht von Amts wegen einen medizinischen [...]