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Entscheidung

Für die Beurteilung der Schuldfähigkeit maßgebend ist die zugunsten des Täters nicht ausschließbare höchstmögliche Alkoholisierung zur Tatzeit; dementsprechend ist der Berechnung der Tatzeit-BAK aufgrund von Trinkmengenangaben der dem Täter günstigste minimale Rückrechnungswert von 0,1 Promille pro Stunde zugrundezulegen. Die auf dieser Grundlage ermittelte maximale Tatzeit-BAK darf nicht durch die Annahme eines mehr oder weniger wahrscheinlichen Wertes relativiert werden. Weder die Alkoholgewöhnung des Täters noch kontinuierliches Trinken über einen längeren Zeitraum sind geeignet, zu Lasten des Täters eine erhöhte Alkoholelimination zu begründen.

BGH (3 StR 187/90)

Datum: 18.07.1990

Fundstelle: DRsp III(310)21Nr. 5; StV 1991, 17

Auszug:
Vgl. zur Berechnung der Tatzeit-BAK aufgrund von Trinkmengenangaben auch: BGHSt 34, 29 (Berechnung der maximalen Tatzeit-BAK aufgrund eines stündlichen Abbauwerts von 0,1 Promille und eines Resorptionsdefizits von 10 [...]