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Entscheidung

1. Hat sich der Täter zur Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge bereiterklärt, ist er auch wegen Sichbereiterklärens zur Begehung eines Verbrechens strafbar (§ 30 Abs. 2 StGB in Verbindung mit § 30 Abs 1 Nr 4 BtMG).2. Von diesem Versuch der Beteiligung ist er jedoch mit strafbefreiender Wirkung zurückgetreten, wenn er nach gescheitertem Ankaufsversuch im Ausland sein auf Einfuhr von Betäubungsmitteln gerichtetes Verhalten freiwillig aufgegeben hat, indem er sich in der Folgezeit Haschisch besorgte, das sich bereits in der Bundesrepublik befand und daher nicht mehr über die Grenze gebracht zu werden brauchte.

BGH (1 StR 716/89)

Datum: 23.01.1990

Fundstelle: BGHR StGB § 31 Nr. 1 - Aufgeben 1

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten, der niederländischer Staatsangehöriger ist, wegen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe verurteilt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Die [...]