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Entscheidung

1. Ergibt die Gesamtwürdigung der Persönlichkeit des Angeklagten und seiner Taten, daß er infolge eines Hanges zu erheblichen Straftaten neigt, namentlich zu solchen, durch welche die Opfer seelisch und körperlich schwer geschädigt werden, ist er für die Allgemeinheit gefährlich.2. Das Gericht verletzt die ihm nach StPO § 244 Abs. 2 obliegende Aufklärungspflicht, wenn es unter diesen Umständen auf die Einholung des nach StPO § 246a vorgeschriebenen Sachverständigengutachtens zur Gefährlichkeitsprognose verzichtet.3. Die Ablehnung der Anordnung der Sicherungsverwahrung unter Hinweis auf ein fehlendes Sachverständigengutachten ist rechtsfehlerhaft.

BGH (1 StR 655/89)

Datum: 09.01.1990

Fundstelle: BGHR StGB § 66 Abs. 1 - Hang 5

Auszug:
Vorinstanz: LG Ingolstadt, BGHR StGB § 66 Abs. 1 - Hang 5 [...]