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Entscheidung

1. Ein gerechter Schuldausgleich ist dann nicht mehr gegeben, wenn bei Abwägung der strafmildernden und strafschärfenden Gesichtspunkte die verhängte Strafe unvertretbar hoch ist.2. Die den Strafrahmen und die Strafzumessung wesentlich bestimmende Wirkstoffmenge ist mit dem 45-fachen der nicht geringen Menge von 10 g hier nicht so groß, daß trotz der genannten wesentlichen Strafmilderungsgründe eine Freiheitsstrafe von sechs Jahren noch als schuldangemessen angesehen werden könnte.

BGH (2 StR 275/90)

Datum: 28.06.1990

Fundstelle: BGHR BtMG § 29 - Strafzumessung 12; NStZ 1991, 273 (Detter); NStZ 1991, 328 (Schoreit); StV 1990, 494

Auszug:
I. Das Landgericht hat den Angeklagten wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt, seinen [...]