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Entscheidung

1. Abgabe im Sinne des § 29 Abs. 1 Nr. 1 BtMG ist die Übertragung der eigenen tatsächlichen Verfügungsgewalt ohne rechtsgeschäftliche Grundlage und ohne Gegenleistung an einen Dritten, der über das Betäubungsmittel frei verfügen kann.2. Abgabe liegt erst vor, wenn die tatsächliche Verfügungsgewalt über die Droge so übertragen wird, daß der Empfänger sie nach Belieben verbrauchen oder weitergeben kann.

BGH (1 StR 571/90)

Datum: 11.12.1990

Fundstelle: BGHR BtMG § 29 Abs. 1 Nr. 1 - Abgabe 1; MDR 1991, 484 (Holtz); StV 1991, 208

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten - unter Freisprechung im übrigen - wegen unerlaubten Erwerbs von Betäubungsmitteln und wegen Beihilfe zur unerlaubten Abgabe von Betäubungsmitteln unter Einbeziehung der durch Urteil [...]