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Entscheidung

1. Es ist anerkannt, daß bestimmte Formen der Einwirkung eines polizeilichen Lockspitzels auf den Täter ein wesentlicher Strafmilderungsgrund sein können, worauf hat der Tatrichter bei der Strafzumessung einzugehen hat.2. Grundsätzlich bestehen Bedenken dagegen, daß ein in staatlichem Auftrag handelnder Lockspitzel den von ihm in strafbares Tun verwickelten Täter tiefer in Schuld und Unrecht verstrickt, als es zur Überführung und Bestrafung erforderlich ist.

BGH (1 StR 202/87)

Datum: 19.05.1987

Fundstelle: BGHR BtMG § 29 - Strafzumessung 1; BGHR StGB § 46 Abs. 1 - V-Mann 1; EzSt StGB § 46 Nr. 29; NStE Nr. 24 zu § 29 BtMG; NStZ 1988, 550; StV 1987, 435

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen unerlaubten Erwerbs und unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Der Angeklagte, der zunächst nur gelegentlich [...]