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Entscheidung

1. Ein minder schwerer Fall ist dann anzunehmen, wenn das gesamte Tatbild einschließlich aller subjektiven Momente und der Täterpersönlichkeit vom Durchschnitt der erfahrungsgemäß vorkommenden Fälle in einem Maße abweicht, welches die Anwendung des Ausnahmestrafrahmens geboten erscheinen läßt.2. Nur bei einem Sachverhalt, in dem die Annahme eines minder schweren Falles fern liegt, kann auf eine eingehende Begründung verzichtet werden.

BGH (2 StR 833/84)

Datum: 18.09.1984

Auszug:
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen Einfuhr von Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit Handeltreiben mit Betäubungsmitteln zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten [...]