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Entscheidung

Das wohldurchdachte Locken in einen Hinterhalt oder das raffinierte Fallenstellen ist als Mord zu qualifizieren, selbst wenn das Opfer unmittelbar vor der Tat nicht mehr arglos gewesen sein sollte, es aber in eine Situation gebracht wird, in der es nach der vom Angeklagten getroffenen Vorbereitung durch die überraschende Tat bis zuletzt gehindert ist, sich zu verteidigen, zu fliehen oder sonstwie auf den Täter einzuwirken. Daß es bereits vorher zu einer Auseinandersetzung zwischen Täter und Opfer kam, beseitigt nicht dessen Arglosigkeit, wenn die Auseinandersetzung beendet ist.

BGH (3 StR 367/83)

Datum: 14.12.1983

Fundstelle: NStZ 1984, 261

Auszug:
NStZ 1984, 261 [...]