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Praxishandbuch Familiensachen

Verfahrensrecht

Wechselmodell

Stand: 17.08.2018

Autor: Kohne

Auszug:
Das Wechselmodell kann durch Einleitung eines Umgangsverfahrens erreicht werden. Damit sind alle Verfahrensvorschriften, die die Kindschaftssachen betreffen, anwendbar. Die Zuordnung zu den Umgangsverfahren birgt eine für den verfahrensführenden Rechtsanwalt nicht unerhebliche Problematik: Das Umgangsverfahren ist – im Gegensatz zum Sorgeverfahren gem. § 1671 BGB – ein nicht antragsgebundenes Verfahren. Das bedeutet, dass der Richter auch ohne verfahrenseinleitenden Antrag das Wechselmodell anordnen kann. Das sollte in anderen „klassischen“ Umgangsverfahren, also Verfahren, die das Residenzmodell als Ausgangspunkt haben, immer beachtet werden. Sollte sich im Verfahren, insbesondere nach Stellungnahmen des Jugendamts und des Verfahrensbeistands, ergeben, dass das Wechselmodell eine kindeswohlorientierte Betreuungsmöglichkeit darstellt, so kann es im Verfahren ein böses Erwachen geben. Im Weiteren steht zu erwarten, dass die Rechtsprechung nunmehr diese [...]