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Praxishandbuch Familiensachen

Ausgleichsforderung

Grundlagen des Zugewinnausgleichs

Stand: 12.06.2019

Autor: Herr/Krause

Auszug:
Wird die Ehe geschieden, so regelt sich der Zugewinnausgleich nach den §§ 1372 ff. BGB. Die Eheleute sollen an dem in der Ehezeit erzielten Zugewinn in gleicher Weise teilhaben. Der Anspruch auf Zugewinn soll die Nachteile ausgleichen, die insbesondere der den Haushalt versorgende und die Kinder betreuende Ehegatte durch die Übernahme dieser, mit einem Vermögenserwerb regelmäßig nicht verbundenen Tätigkeit erleidet (BGH, FamRZ 2002, 606, 608; BGH, FamRZ 1980, 768, 769). Deshalb kommt es im Rahmen der Auseinandersetzung um den Zugewinn nicht darauf an, ob und in welcher Weise der den Zugewinnausgleich fordernde Ehegatte zur Vermögensmehrung tatsächlich beigetragen hat (BGH, FamRZ 1987, 791, 792). Der Zweck der Zugewinngemeinschaft, eine gerechte Teilhabe an der gemeinsamen Lebensleistung der Ehegatten über den Halbteilungsgrundsatz zu verwirklichen, wird im Falle sogenannter eheneutraler Vermögenszuwächse verfehlt, das gilt insbesondere für Lottogewinne und [...]